Wer kennt den Schibechnölli ? Die steile Felswand der massiven und eindrücklichen Kalkstein Formation thront imposant auf einer Höhe von 1’640 Metern hoch über Amden. Den Felsen kannten wir schon lange, führt doch eine Route zum Gipfel des Mattstocks an ihm vorbei. Mit der lokalen Namensgebung waren wir aber bisher nicht vertraut, bis uns Ueli von den Ammler Bergbahnen darüber aufklärte. Die lokalen Namensgebungen sind oftmals nicht auf den bekannten Platformen wie GoogleMaps erwähnt.
Mit der Mattstock Sesselbahn gelangte ich an diesem wunderbaren und spätherbstlichen Tag hinauf zum Fusse des Mattstocks. Schon unten im Dorf wusste ich, dass mich eine schöne Aussicht auf das Nebelmeer erwarten würde. Ich wurde nicht enttäuscht.
Von der Bergstation der Mattstock Sesselbahn führt der Munggenweg hinauf zur Alp Wallau. Hier oben führt der Weg hinauf auf den Gipfel des Mattstocks. Folgt man der Strasse nach Rechts gelangt man zur Hinter Höhi und zur Alp Strichbode. Zum Schibechnölli folgt man der Strasse nach Links. Nach wenigen Schritten gelangt man an das Ende der asphaltierten Strasse. Von hier aus steigt der Weg leicht an. Durch den Wald hat man immer wieder schöne Blicke nach unten ins Tal. In einer scharfen Kurve verlässt man die Strasse und folgt einem schönen Wanderweg hinauf zum Schibechnölli.
Der letzte Abschnitt hinauf zur eindrücklichen Kletterwand ist ziemlich steil und führt durch eine Art Kamin. Der gut markierte Weg wird sehr wenig begangen. Oben angelangt hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man geht nach rechts und gelangt direkt unter die steil empor ragende Kletterwand und von dort weiter durch die Lawinenverbauungen des Mattstocks wieder hinunter zur Alp Wallau oder man verzweigt nach links hinunter zur Alp Ober Furgglen und dann weiter zur Bergstation des Mattstock Sessellifts. Wir kennen beide Varianten und bevorzugen eigentlich die Talwanderung über die Alp Ober Furgglen.
Die durch Erosion entstandene Karstlandschaft allein ist schon einen Besuch des Schibechnölli wert. Karstlandschaften können unterirdisch entstehen. Dabei bilden sich Karsthöhlen. Hier oben beim Schibechnölli finden wir die oberirdische Geländeform. Die tiefen Furchen bilden sich im Kalkgestein durch Einwirkung und Abfluss von Wasser. Die Gletscher der letzten Eiszeit haben sich auch einiges zur Erosion beigetragen.
Der Wegabschnitt vom Schibechnölli zur Alp Ober Furgglen ist eine Art Höhenweg mit schönen Blicken hinunter zum Walensee und hinauf zu den Ausläufern des Mattstock Massivs. Beim genauen Hinsehen und Hinhören kann man Kletterer in den Wänden erkennen und auch hören.
Wir waren am späten Nachmittag unterwegs und kamen so im Waldabschnitt zwischen der Alp Ober Furgglen und der Bergstation des Mattstock Sessellifts in den Genuss der Golden Hour. Die letzten wärmenden Strahlen der tief stehen Sonne erleuchteten den herbstlichen Wald in den schönsten warmen Farbtönen.
Die früh abendliche Fahrt mit dem Mattstock Sessellift hinunter nach Amden war dann noch eher erfrischend.
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«BEIM SCHIBECHNÖLLI HOCH ÜBER DEM NEBELMEER»
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