Das Rätsel des Upheaval Dome im Canyonlands National Park

Nach unserem Abstecher zum Aztec Butte führte der Weg weiter zu dem am hinteren Ende der Strasse und unterhalb des Upheaval Dome liegenden Parkplatz. Wie befürchtet, war das Besucheraufkommen dermassen gross, dass alle Parkplätze belegt waren. Da die meisten Besucher hier nicht allzu lange verweilen, mussten wir nicht lange auf einen frei werdenden Parkplatz warten. Wir schnappten uns diesen und machten uns für die kurze, 1.1 Kilometer lange Wanderung hinauf zu den beiden Aussichtspunkten bereit.

Canyonlands
Wir wandern hinauf zu den Viewpoints
Canyonlands National Park
Der Upheaval Dome

Der Weg hinauf zum ersten Aussichtspunkt führt durch die schöne Landschaft stets leicht ansteigend zum Rim des Upheaval Domes. Oben angelangt eröffnet sich ein unglaublicher und farbenfroher Blick hinunter in den Upheaval Dome. Bei unserer letzten Wanderung entlang dem Syncline Loop Trail waren wir ja bis zum Innern des Kraters vorgestossen. Heute genossen wir mit weit weniger Anstrengungen den nicht minder schönen Blick von oben.

Der Upheaval Dome ist eine kraterartige geologische Struktur. Die zentrale Kratervertiefung misst ungefähr 1.4 Kilometer im Durchmesser, und sie ist über 400 Meter tief. Das Maximalalter des Kraters wird auf 170 Millionen Jahre geschätzt. An der Oberfläche ist er anhand seiner hellbraunen und schwarzgefärbten konzentrischen Ringe eindeutig zu erkennen.

Strukturell betrachtet ist der Upheaval Dome ein sehr ungewöhnliches Phänomen. Im übrigen Canyonlands Nationalpark liegen die Gesteinsschichten meist horizontal oder fallen nur schwach ein. Beim Upheaval Dome jedoch bilden sie eine domartige Aufbeulung und im Zentrum stehen manche Schichten oft sogar fast senkrecht.

Canyonlands National Park
Die Panorama Sicht beim zweiten Aussichtspunkt

Für die Erklärung der Aufwölbung gibt es zwei gängige, gemeinhin bekannte Theorien:

Die Theorie eines Salzstocks: Durch die Auflast des Hangenden wurde das aus der Paradox Formation stammende Salz plastisch verformt und bahnte sich als Diapir seinen Weg zur Oberfläche. Beim Upheaval Dome wird angenommen, dass der ehemalige Diapir mitsamt seiner Überdeckung bereits vollständig abgetragen wurde und die gegenwärtige Oberfläche nur den abgerissenen Stiel des Diapirs darstellt. Sollte sich dies bewahrheiten, dann wäre der Upheaval Dome die am tiefsten erodierte Salzstruktur der Erde.

Die Theorie eines erodierten Meteoritenkraters: Ähnlich wie beim Barringer Krater bei Winslow (Link) in Arizona wird der Einschlag eines Meteoriten für die Struktur verantwortlich gemacht, beim Upheaval Dome soll jedoch ein wesentlich tieferes Stockwerk vorliegen.

Selbst wenn mittlerweile fast alles für einen Meteoriteneinschlag spricht, so dürfte die Debatte um den Ursprung des Upheaval Dome dennoch noch nicht ganz abgeschlossen sein (Quelle: Wikipedia).

Canyonlands National Park
Eine wohlverdiente Pause
Upheaval Dome
Die Weitsicht hier oben ist absolut genial

Dem Rim entlang führt eine Verlängerung des Wanderwegs zu einem zweiten, weniger besuchten, Aussichtspunkt. Entlang des Weges lohnen sich Blicke nach unten in den Krater hinein aber auch in die Weite zum Geniessen der unendlichen Landschaft.

Nach einer kurzen Pause beim zweiten Aussichtspunkt und zahlreichen Fotos traten wir den Rückweg hinunter zum Parkplatz an. Trotz der fortgeschrittenen Stunde kamen uns noch zahlreiche Besucher entgegen. Für uns war es nun an der Zeit, voller toller Eindrücke aber auch etwas müde nach Moab zurückzukehren. Unsere Spontanentscheidung, beim Frozen Yoghurt einen Halt einzulegen, bereuten wir ganz und gar nicht. Lecker wars !

VIDEO UND PHOTO GALERIE
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