Auf dem 3’055 Meter hohen Gipfel des Vulkanberges Pu’u’ula’ula

Nach dem Frühstück und einer kleinen Geburtstagsfeier brachen wir auf zum 3’055 Meter hohen Gipfel des Vulkanberges Pu’u’ula’ula. Dieser liegt im Haleakala National Park auf der Insel Maui. Wir starteten auf Meereshöhe und die sehr gut ausgebaute Strasse führt immer leicht ansteigend zum Parkeingang und dem schmucken, auf 2’134 Meter hoch liegenden, Visitor Center. Dieses besuchten wir und merkten bereits beim Verlassen unseres Autos, dass hier ein anderer Wind weht als unten am Meer. Das hiess, lange Hosen und Jacke anziehen bevor die Fahrt weiterging. Vor uns lagen noch weitere 1’000 Höhenmeter bis hinauf zum Gipfel.

Schon von Weitem sahen wir die schneeweissen Kuppeln der Observatorien. Der Gipfel konnte also nicht mehr weit entfernt sein. Genaus so war es. Die Temperatur lag hier oben auf über 3’000 Meter über Meer bei knapp 10 Grad Celsius. Der Wind bliess sehr kräftig. Wir waren froh, warme Kleider dabei zu haben. Die Küsten waren sehr gut zu sehen und lagen weit unter uns. Mächtige Wolkenmassive zogen über den Pazifischen Ozean. Was das wohl bedeuten mag, fragten wir uns.

Wir verpflegten uns aus dem Rucksack und nahmen den Keonehe’ehe’e Trail , auch Sliding Sands genannt, in Angriff. Schon zu Beginn des Trails hatten wir einen gewaltigen Blick in die riesige Caldera des schlummernden Vulkans, welcher nicht als erloschen gilt. Die zahlreichen Kegel waren gut zu sehen. Dieser Vulkan bildete und formte die Insel Maui über eine unvorstellbar lange Zeitspanne. Man geht davon aus, dass er ursprünglich 900 Meter höher war. Das Gipfelmassiv wurde Opfer der andauernden Erosion. Der Wanderweg führt hinunter in die Caldera vorbei an den Kegeln. So weit wanderten wir heute nicht. Nach 170 Höhenmetern legten wir eine Pause ein und tauchten ein in die magische Landschaft mit ihrer mystischen Ausstrahlung. Die spektakulären Wolkenformationen und Nebelschwaden trugen ihren Teil dazu bei. Wir kamen uns vor wie in einer anderen Welt. Am nahen Horizont waren die über 4’000 Meter hohen Gipfel des Mauna Loa und des Mauna Kea auf der Insel Hawaii zu sehen. Beide ragten hoch aus dem Wolkenmeer empor.

Dann war es Zeit umzukehren. Wir spürten die dünne Höhenluft, kamen aber sehr gut voran. Wieder oben angekommen, änderten wir unseren Plan, welcher ursprünglich war, den Sonnenuntergang von hier oben zu erleben. Aufgrund der kühlen Temperaturen, des starken Windes und der dichten Wolkenfelder wollten wir nicht weitere zwei Stunden warten. So entschieden wir uns, den Rückweg anzutreten. Das spektakulärste lag aber noch vor uns.

Im Reiseführer lasen wir, dass beim Kalahaku Overlook auf einer Höhe von 2’842 Metern der Blick hinunter in die Caldera am spektakulärsten sei. Also nichts wie los, sagten wir uns, und unsere kühnsten Erwartungen wurden übertroffen. Als wir beim Overlook ankamen, war dieser in Nebel gehüllt. Zudem begann es leicht zu regnen. Das machte uns nichts aus. Wir wussten, hier oben kann sich das schnell ändern. Genau so war es auch. Die Sonne machte sich breit und in die mächtige Caldera leuchtete ein schöner Regenbogen durch die dahinziehenden Nebelschwaden. Die Stimmung war unbeschreiblich schön und kann kaum in Worte gefasst werden. Wir verweilten einige Zeit und trotzten den Launen des Wetters.

Mit bleibenden Eindrücken verliessen wir diesen magischen Ort und fuhren zurück in Richtung Maalaea, wo wir uns im Tante’s Fishmarket Restaurant einen ausgezeichneten grillierten Lachs schmecken liessen. Den Abend liessen wir im Apartment gemütlich ausklingen. Ein wunderbarer Tag mit unzähligen bleibenden Erinnerungen ging zu Ende.

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«AUF DEM 3'055 METER HOHEN GIPFEL DES VULKANBERGS PU'U'ULA'ULA»

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