Unseren letzten vollen Tag auf dem Campground des Dead Horse State Parks nutzten wir, um den Red Rock State Park und die nahe gelegene Stadt Sedona zu besichtigen. Beide Tagesziele liegen etwa 30 Autominuten vom Campground entfernt und eignen sich somit bestens für einen Tagesausflug. Der Red Rock State Park war schnell erreicht. Der Eintritt kostet USD 7 pro Person. Wir fuhren direkt zum Miller Visitor Center und lernten dort einiges über die Entstehungsgeschichte der Red Rocks, inmitten welcher das schmucke Städtchen Sedona liegt. Auch über die Tier- und Pflanzenwelt gibt es sehr interessante Beiträge. Der Red Rock State Park ist gut erschlossen. Allerdings bezieht sich das auf die Wanderwege. Die Strasse endet beim Visitor Center und von hier aus macht man sich zu Fuss auf den Weg.
Wir überquerten den Oak Creek, welcher ganzjährig Wasser führt, über die Kingfisher Bridge und bogen dann auf den hübsch angelegten und durch das Hinterland führenden Apache Fire Trail ab. Wir besichtigten das House of Apache Fires, welches ein wohlhabendes Ehepaar in den 1940er Jahren vor Errichtung des State Parks baute. Über den Javalina Trail kehrten wir zum Visitor Center zurück. Leider hängte heute infolge teilweise starken Winden viel Sand in der Luft, was die Sicht und die Intensität der rot leuchtenden Landschaft beeinträchtigten.
Die idyllische, knapp vier Kilomter lange Wanderung hat uns sehr gut gefallen, auch wenn uns das schwülwarme Wetter mit einer Temperatur von deutlich über 30 Grad einiges abforderte. Die Luftfeuchtigkeit ist in den letzten Tagen deutlich angestiegen, was darauf schliessen lässt, das die Monsoon Season, also die Regenzeit mit starken Gewittern am Nachmittag, im Anzug ist. Wir verliessen den Red Rock State Park und fuhren über die Loop Road mit einigen schönen Aussichtspunkten nach Sedona und zu unserer Überraschung war ein Parkplatz schnell gefunden.
Durch die Lage unterhalb des Mogollon Rims am Rande des Colorado Plateaus ist das Klima in Sedona das ganze Jahr trotz der Höhe milder als in den Wüsten des Plateaus. In den Monaten Dezember bis Februar liegt die durchschnittliche Nachttemperatur noch unter der Frostgrenze, von Mai bis September liegt der durchschnittliche Tageshöchstwert über 28 Grad Celsius, im Juli liegt der durchschnittliche Tageshöchstwert bei 35 Grad. Niederschläge sind ganzjährig gering.
Von ca. 4’000 vor Christus bis etwa 1’350 siedelten die Sinagua Indianer in ihren Pueblos im Verde Valley. Ab dem Jahr 1400 folgten die Yavapai und Apachen. Die ersten Europäer in diesem Gebiet waren die spanischen Goldsucher Antonio de Espejo (im Jahr 1583) und Marcos Farfan de los Godas (im Jahr 1598). Sie fanden jedoch kein Gold, sondern Kupfer.
Bis zum Jahr 1821 gehörte das Land zu Spanien und ging dann in den Besitz von Mexiko über. Im Jahr 1848 fiel es nach dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo, der dem Mexikanisch Amerikanischen Krieg folgte, an die USA und gehörte nunmehr zum Bundesstaat Arizona.
Im Jahr 1876 traf mit John James Thomson der erste Siedler in der Gegend ein. Sedona wurde am 26. Juni 1902 als Farmerdorf gegründet und bekam im Januar 1908 die Stadtrechte. Der Name der Stadt stammt von der Ehefrau von Theodore Carleton T.C. Schnebly, der um das Jahr 1899 im Ort eine Poststation eröffnet hatte. Die Poststation hiess zunächst Oak Creek Crossing and Schnebly Station. Da der Postverwaltung der Name zu lang war, gab Schnebly den Namen seiner Frau Sedona an.
Seither hat sich Sedona stark verändert. Nach den Künstlern und den Ruhesuchenden wurde Sedona mit seiner unvergleichbar schönen Umgebung geprägt von majestätischen Red Rock Felsformationen und grün saftigen Pinienwäldern von der Film Industrie Hollywoods entdeckt. Zahlreiche Wild West Filme der alten Prägung wurden hier gedreht.
Heutzutage reisen jährlich zwischen zwei und drei Millionen Besucher wegen der Naturschönheiten nach Sedona. Das merkt man der Stadt auch an. Im Stadtzentrum prägen Boutiquen, Kunstgallerien, Restaurants und Souvenierläden das Bild. Die Immobilienpreise sind in astronomische Höhen geschnellt und Betrieb herrscht das ganze Jahr über (Quelle: Wikipedia).
Wir verbrachten rund zwei Stunden im Zentrum, besuchten zahlreiche Geschäfte und kauften ein wenig ein. Wir erinnerten uns an unseren Besuch vor 28 Jahren mit den Kindern während unserer RV Ferien. Viel hat sich seither verändert. Geblieben ist jedoch der Coffee Shop an der Hauptstrasse. Selbstverständlich legten wir hier eine Iced Americano Pause ein. Dann war es am späten Nachmittag Zeit, um zum Campground zurückzukehren. Im Walmart Supercenter in Cottonwood wurden noch ein paar Einkäufe erledigt und den Abend liessen wir auf dem Campground ausklingen. Morgen geht es dann weiter nach Holbrook, wo wir etwas Route 66 Luft schnuppern werden.
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