Im Pu‘ukoholā Heiau State Park lernen wir viel über die polynesische Geschichte rund um König Kamehameha I.

Heute machten wir einen Tagesausflug in den nördlichen Teil der Insel Hawai‘i mit seiner speziellen Fauna und Flora. Wir brachen auf und legten nach kurzer Fahrzeit einen Halt beim Āhualoa Family Farms Store im historischen Städtchen Honokaa ein. Das schmucke und in zarten Gelbtönen gehaltene, historische Häuschen wirkte sehr einladend. Wir wurden sehr freundlich empfangen und konnten zur Begrüssung einige Macadamia Nüsse knacken. Dafür stand uns ein nostalgisch wirkender Nussknacker zur Verfügung. Dank einer enormen Hebelwirkung waren die Nüsse schnell geknackt. Sie schmeckten im nicht gerösteten und nicht gewürzten Zustand noch köstlicher. Im kleinen Verkaufslokal dreht sich alles um die kultige, runde Nuss, die ihren Ursprung in Australien hat. Ein Duft von Knoblauch zog an uns vorbei. Im angrenzenden, kleinen Produktionsraum wurden heute Macadamia Nüsse geröstet und mit Knoblauch verfeinert. Selbstverständlich verliessen wir den Farm Store nicht mit leeren Händen. Das war ein Einkaufserlebnis der ganz besonderen Art.

Mit einigen Macadamia Nüssen im Gepäck ging die Fahrt weiter. Wir passierten die grössere Stadt Weimea, und die Strasse führte kontinuierlich und leicht ansteigend auf eine Höhe von knapp über 1‘000 Meter über Meer. Es eröffneten sich atemberaubende Weit- und Panoramasichten mit den schier unendlichen Weiten des Nordpazifischen Ozeans oder dem wolkenverhangenen Gipfel des Mauna Kea im Blickfeld. Die üppige Dschungelvegetation der Ostküste hatten wir schon längst hinter uns gelassen. Hier oben im Norden prägen ausgedehnte und saftig grüne Wiesen sowie die zahlreichen Hügel der längst erloschenen Vulkane das Landschaftsbild. Die bedeutenden Ranches sind das temporäre zuhause von unzählbaren Rindern, welche entlang der Strasse friedlich grasen. Der britische Seefahrer, Entdecker und Offizier der Royal Navy, George Vancouver, schenkte dem König über die vereinten Hawaiianischen Inseln, Kamehameha I., um das Jahr 1790 eine kleine Anzahl Rinder, die sich bis heute anscheinend prächtig vermehrten.

Der König Kamehameha I. stand ganz im Zentrum unseres heutigen Ausflugs. Wir erreichten das Städtchen Kapaau, welches sich ganz im Kontrast zum bisher Erlebtem präsentierte. Trotz einem gewissen historischen Charme empfanden wir Kapaau als absolut nicht einladend. Die Bewohner und vor allem das Personal des Pomaika‘i Cafe waren unterkühlt, unfreundlich und abweisend. Ein Ort mit zahlreichen Kirchen zum Durchfahren, wäre da nicht die majestätische original Statue des Königs Kamehameha I., die wir selbstverständlich besuchten.

Dann ging es der trockenen Küste entlang zurück mit einem ausgedehnten Halt beim Pu‘ukoholā Heiau State Park. Hier befindet sich die gut erhaltene Tempelanlage, die von König Kamahameha I. in den Jahren 1790 bis 1791 errichtet wurde. Es ist die letzte erbaute Kultstätte nach alter Hawaiianischer Tradition, von welcher sich der Sohn und Nachfolger von König Kamahameha I. abwandte. Im schönen und modernen Visitor Center schauten wir uns einen sehr gut gemachten Dokumentationsfilm zur Geschichte des Tempels auf dem Hügel des Wals an. Wie üblich zu dieser Zeit, steht auch dieser Tempel auf blutgetränktem Boden.

Im angrenzenden Spencer Beach Park liessen wir am schönen Sandstrand bei prächtigem Sonnenschein die Seele baumeln, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Im Foodland Grocery Store in Weimea erledigten wir einige wenige Einkäufe. Den lehrreichen und schönen Tag liessen wir zuhause bei einem feinen Nachtessen ausklingen.

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«WIR LERNEN VIEL ÜBER DIE POLYNESISCHE GESCHICHTE RUND UM KÖNIG KAMEHAMEHA I.»

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