Der farbenprächtige Waimea Canyon übertraf alle Erwartungen

Heute stand sicherlich eines der Highlights unserer fünfwöchigen Reise auf dem Programm. Dabei handelt es sich um die Besichtigung des naturgewaltigen Waimea Canyons auf der Insel Kaua’i. Dieser wird auch der Grand Canyon des Pazifischen Ozeans genannt. Das ist ja schon mal vielversprechend. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen, und wir wurden nicht enttäuscht. Bei schönstem Wetter und sehr angenehmen Temperaturen machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in Richtung des gleichnamigen Küstenstädtchens Waimea. Hier verzweigten wir auf den Waimea Canyon Drive. Bereits nach den ersten Kurven hielten wir beim ersten Aussichtspunkt an und waren fasziniert ob dem Blick hinunter zum Städtchen in die Weite des unendlich wirkenden Pazifischen Ozeans. Dann ging es weiter zum Red Dirt Waterfall. Dieser liegt ein paar Meter abseits der Strasse in einer Gegend, die geprägt wird von dunkelroter, grobsandiger Erde. Vieles erinnerte uns an die Badlands im Südwesten der USA. Leider war der Zufluss und damit auch der hübsche, kleine Wasserfall versiegt. Der Abstecher lohnte sich aber dennoch.

Der Canyon ist rund 16 Kilometer lang und bis zu 900 Meter tief. Das hawaiische Wort Waimea bedeutet rötliches Wasser und bezieht sich auf die Erosion des roten Gesteins im Canyon, welches vom Waimea River ausgewaschen wird. Wir betraten den Waimea Canyon State Park und besichtigten die Naturschönheit an allen spektakulär angelegten Aussichtspunkten.

Wir gewannen stetig an Höhe und bald befanden wir uns 1’000 Meter über Meereshöhe. Der Waimea Canyon lag nun hinter uns und wir betraten den angrenzenden Koke’e State Park. Bei der alterwürdigen Koke’e Lodge und Natural History Museum legten wir eine kurze Kaffee- und Verpflegungspause ein. Der Coconut Pie schmeckte köstlich. Dann fuhren wir ein kurzes Stück weiter bis zum Kalalu Lookout, von welchem man einen atemberaubenden Blick hinunter ins Kalalau Valley und die wildromantische Nā Pali Coast hat. Von hier oben auf einer Höhe von über 1’000 Metern über dem Pazifischen Ozean erlebt man die unfassbare Naturschönheit dieser entlegenen und mystischen Gegend. Auch die bekannten Wasserfälle konnten wir gut sehen, und bei den kurzen Pausen ohne Helikopter Lärm waren die brechenden Wellen des Ozeans zu hören. Doch damit noch nicht genug. Zu Fuss marschierten wir zum nächsten Aussichtspunkt, dem Pu’u o Kila Lookout. Hier sollte unser Erlebnis eine weitere Steigerung erhalten. Die Aussicht von dieser Stelle, welche absolut ungesichert ist, war noch gewaltiger. Wir standen im warsten Sinne des Wortes am Abgrund und unter uns lag die Schönheit der Natur herrlich ausgeleuchtet von der untergehenden Sonne.

Der Boden war noch feucht und die zahlreichen rötlich gefärbten Pfützen zeugten von kürzlichen Niederschlägen an diesem regenreichsten Ort der Welt. Davon war im Zeitpunkt unseres Besuches zum Glück nichts zu merken. Voller einmaliger Eindrücke machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Küstenstädtchen Kekaha, wo wir am Strand gerade noch einen schönen Sonnenuntergang erleben durften. Nun erwartete uns ein ruhiger Abend in unserem Airbnb Apartment in Kapa’a.

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