Wir waren vom Wupatki National Monument und seinen einmaligen Pueblos begeistert

In der vergangenen Nacht kühlte es trotz der Höhe von über 2‘100 Meter über Meer nicht richtig ab, und auch leichter Regen setzte um Mitternacht nochmals ein. Wir haben dennoch gut geschlafen, und nach eingehender Kontrolle auch kein Eindringen von Regenwasser feststellen können. Rosy II ist somit dicht und hat die Regenprüfung gut bestanden. Einzig die Luftfeuchtigkeit lag im Innenbereich bei 80%, was etwas hoch war. Wir liessen die Lüfter laufen, damit die Feuchtigkeit entweichen konnte. Nächstes Mal müssen wir bei Regen alle Fenster schliessen.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Wupatki National Monument, welches an das Sunset Crater Volcano National Monument angrenzt. Die Fahrt führt vom Bonito Campground über die gemeinsame Park Strasse. Das Visitor Center war nach rund 30 Minuten Autofahrt erreicht. Wie immer machten wir uns über die alte Kultur schlau. Auch heute lernten wir viel und der Dokumentationsfilm vermittelte zahlreiche interessante Fakten und Thesen über die Pueblo Kultur, welche diese karge Gegend um das Jahr 1‘100 unserer Zeitrechnung besiedelten. Sie liessen sich im Niemandsland, welches von keiner der auf dem Colorado Plateau anwesenden Kulturen bereits besiedelt worden war, nieder. Die Gegend war gekennzeichnet durch heissere Sommer mit weniger Niederschlag und härteren Wintern. Dies waren wohl sicher die Gründe, weshalb noch keine andere Kultur sich hier niederliess.

Das Wupatki Pueblo erblühte, und aus kleinen Familiensiedlung entstand im Laufe der kommenden 150 Jahre das grösste und bedeutendste Pueblo im Umkreis von mindestens 80 Kilometern. Um das Jahr 1‘190 lebten hier gegen 2‘000 Menschen, welche in mehreren hundert Räumen lebten. Die Wupatki Kultur wurde in Bezug auf Architektur und Töpferei beeinflusst durch die Sinagua und die Kayenta Kultur. Das bedeutende Wupatki und die im Umfeld liegenden, kleineren Pueblos wurden auch hier zwischen den Jahren 1‘250 und 1‘300 aufgegeben. Die Bevölkerung zog weiter. Die Gründe hierfür liegen immer noch im Dunkeln. Wir besichtigten das schön restaurierte Wupatki Pueblo, welches direkt hinter dem Visitor Center liegt. Grossflächige Bereiche wurden aus Respekt gegenüber den heutigen indianischen Kulturen nicht ausgegraben, was verständlich ist. Besonders beeindruckend waren die Kiva, der Ballroom, wo Spiele gespielt wurden, aber auch das Blowhole, mit seinem spürbaren Zug an frischer und kühler Luft aus dem Erdinnern.

Nach dieser faszinierenden Besichtigung fuhren wir weiter zu den kleineren aber nicht minder interessanten Box Canyon Pueblos und dem Lomaki Pueblo. Alle drei Pueblos wurden in Sichtweite zueinander direkt über dem kleinen Box Canyon gebaut. Sie befinden sich in einem absolut bemerkenswerten, nicht restauriertem Zustand.

Das kann man vom Nalakihu und dem Citadel Pueblo nicht behaupten. Letzteres wurde auf einem Hügel umgeben von einem unglaublichen 360 Grad Panorama und einem grenzenlosen Horizont aus rotem Sandstein und im Gegensatz zu den anderen Pueblos mit schwarzen Lava Steinen erbaut.

Ein weiterer Höhepunkt des heutigen Tages war die Besichtigung des Wukoki Pueblos, welches uns aufgrund seines markanten Turmbaus an eine Burg erinnerte. Auch diesem Monument widmeten wir genügend Zeit. Über den San Francisco Mountains brauten sich schwarze Wolken zusammen, und in der Ferne waren Regenschauer zu sehen. Das und der blaue Himmel mit Sonnenschein garantierten absolut spektakuläre Aufnahmen,

Es war nun früher Abend, und somit Zeit, zum Bonito Campground zurückzukehren. Dies jedoch nicht, ohne den Bonito Lava Flow und den Sunset Crater im Abendlicht zu besichtigen und zu geniessen. Mehr dazu im nachfolgenden Beitrag.

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