Wir standen am Fusse des mächtigen Sunset Crater

Nach der heutigen Besichtigung der verschiedenen Wupatki Pueblos legten wir auf dem Rückweg zum Bonito Campground einen Halt beim Sunset Crater ein. Schon bei der Hinfahrt heute morgen durch die Lava Felder und Pinien Wälder des Sunset Crater Volcano National Monuments sahen wir grossflächige Gebiete, welche dem verheerenden Waldbrand des Jahres 2022 zum Opfer fielen. Damals wurden 61% des Gebietes, welches das National Monument umfasst, zerstört. Das National Monument blieb daraufhin geschlossen.

Der Sunset Crater hat eine Höhe von 2‘451 Meter über Meer. Er hat eine Tiefe von 120 Meter. Der Ausbruch erfolgte erst in jüngerer Zeit um das Jahr 1’090. Ein weiterer Ausbruch von hellroten und orangen vulkanischen Materialien färbte den oberen Teil des Berges, was zu seiner Namensgebung führte. Bei den Ausbrüchen wurden zwei Lavaströme nach Westen und Nordosten freigesetzt. Die vulkanischen Aktivitäten dauerten zwischen wenigen Monaten bis zu einem Jahr.

Vor Beginn des ersten Ausbruches besiedelten rund 1‘000 bis 5‘000 Angehörige der Sinagua Kultur die Gegend rund um den heutigen Sunset Crater. Es bestehen keine Zweifel, dass alle fliehen mussten. Abdrücke von Mais, der noch nicht erntereif war, wurden in Basaltklumpen gefunden. Der Ausbruch begann demnach in der Mitte des Sommers. Im Visitor Center ist ein solcher ausgestellt.

Innerhalb von nur fünf bis zehn Jahren wurden die Gebiete unterhalb des Sunset Craters, die von einer dünnen und fruchtbaren Ascheschicht bedeckt worden waren, wiederbesiedelt. Es entstanden dort grosse, prosperierende Siedlungen, darunter die des Wupatki Pueblos.

Wir wollten die erkalteten Lavaströme am Fuss des Sunset Craters aus der Nähe betrachten und legten deshalb beim Lava Flow Trail einen letzten Halt dieses Tages ein. Der schön angelegte und weitgehend asphaltierte Weg führte uns in das zerklüftete Gebiet der erkalteten Lava. Das war sehr eindrucksvoll. Dann war es an der Zeit, um zum Bonito Campground zurückzukehren. Gegen 18:30 Uhr kamen wir auf unserem schönen und ruhigen Stellplatz an. Nun wurde das Nachtessen zubereitet und dann war die wohlverdiente Nachtruhe angesagt.

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