Heute gab es eine richtige Portion Wild West Geschichte. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Tombstone, eine geschichtsträchtige Wild West Stadt süd-östlich von Tucson gelegen. Tombstone hat den Übernahmen “The Town too tough to die”. In den wilden 1880er Jahren brannte ein Grossteil der Stadt nieder, die Silberminen waren nicht mehr etragreich oder mussten infolge Wassereinbruch geschlossen werden oder namhafte Bewohner zogen weiter. Nichts konnte der Stadt etwas anhaben, sodass Tombstone nicht wie viele andere Boomtowns zur Ghosttown verkam. Ganz im Gegenteil. Das moderne Tombstone entstand rund um den alten Stadtkern, welcher in seiner Urtümlichkeit erhalten blieb und restauriert wurde. So ist zum Beispiel die alte Hauptstrasse nicht asphaltiert und für den Verkehr gesperrt.
Die Stadt Tombstone wurde am 5. März 1879 von dem Geologen Edward Lawrence Schieffelin gegründet, der hier im Februar 1878 eine reiche Silberlagerstätte entdeckte. Auch den Namen hat die Stadt von ihm erhalten, denn sein Freund und Scout Al Sieber sagte zu ihm, er würde dort nichts ausser seinem eigenen Grabstein (englisch: Tombstone) finden. Die Stadt zählte in ihren Glanzzeiten 15’000 Einwohner. Heute sind es noch 1’600 Einwohner, die hauptsächlich vom Tourismus leben (Quelle: Wikipedia).
Wir erreichten Tombstone über den Sonoita Highway, welcher als Scenic Byway eingestuft ist. Die Fahrt war wirklich schön und weitaus entspannter als die löchrige und stark befahrene Interstate 10. Kurz vor Tombstone hielten wir bei der Fairbank Historic Townsite kurz an und schauten uns die wenigen, erhaltenen Gebäude an. Dann ging es weiter und nach insgesamt einer Stunde Fahrzeit durch schöne ländliche Gegenden war Tombstone erreicht. Wir schnappten uns den wohl letzten Parkplatz am Rande des historischen Teils. Der Besuch und Abstecher ins Jahr 1881 konnte beginnen.
Wer hat schon vom O.K. Corral oder von den Earp Brüdern oder Doc Holliday gehört ? Am 26. Oktober des Jahres 1881 eskalierte ein schon länger schwelender Konflikt zwischen den Gesetzeshütern Doc Holliday, Morgan, Virgil and Wyatt Earp und den Outlaws – auch Cowboys genannt – Billy und Ike Clanton sowie Frank und Tom McLaury. Es war von Gesetz her verboten, in Tombstone tödliche Schusswaffen zu tragen. Die Outlaws widersetzten sich diesem Gesetz konstant.
Am 26. Oktober 1881 eskalierte das Ganze dann im O.K. Corral. Es kam zu einer Schiesserei. Insgesamt fielen 30 Schüsse, einige davon tödlich. Drei der Outlaws wurden getötet. Die Gesetzeshüter erlitten bis auf Wyatt Earp Verletzungen. Bis heute ist nicht geklärt, ob wirklich alle Outlaws bewaffnet waren. Es gab eine Untersuchung, welche jedoch nicht abgeschlossen werden konnte.
Diese Schiesserei steht natürlich im Mittelpunkt eines jeden Besuches. Wir entschieden uns, eine Show, das heisst, eine Nachstellung der Schiesserei zu besuchen. Das war sehr gut gemacht, und alle Teilnehmenden, inklusive Outlaws, Gesetzeshüter und Zuschauer hatten im Gegensatz zum 26. Oktober 1881 grossen Spass an der Vorführung.
Dann besuchten wir das charmante und in die Jahre gekommene Tombstone’s Historama. Anhand eines älteren Modells und historischen Fotografien und Filmaufnahmen wird die Geschichte der Stadt Tombstone sehr anschaulich und in einer charmanten Art und Weise dargestellt.
Ein Besuch der verschiedenen Souvenir Läden und Ice Creme Shops durfte ebenso wenig fehlen wie ein Essen im legendären Big Nose Kate’s Saloon. Es war gut besucht, und wir mussten kurz auf einen freien Tisch warten. Das hatte sich aber gelohnt. In authentischer Atmosphäre mit cooler Live Musik und einem währschaften Pastrami und Chicken Breast Sandwich mit leckeren Fries und lokalen Pilsner Bier und Himbeer Eistee erholten wir uns von der hochsommerlichen Hitze, welche im Freien herrschte.
Danach besichtigten wir noch ein paar der historischen Gebäude mit den hübschen, traditionellen Geschäften und machten uns dann auf demselben Weg zurück zum KOA Resort Lazydays in Tucson.
Unser heutiger Abstecher zurück ins Jahr 1881 machte uns grossen Spass. Es war ein tolles Erlebnis.
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