Lech am Arlberg ist nicht nur im Winter einen Besuch wert

Der Wetterbericht für die kommenden Tage versprach Sonnenschein und ein sehr geringes Regenrisiko, und auch die Temperaturen sollten sowohl tagsüber wie auch nachts im angenehmen Bereich liegen. Also nichts wie los ! Kurzentschlossen starteten wir unseren VW Bus und fuhren los in Richtung Vorarlberg in Österreich, genauer gesagt via Feldkirch und Zürs nach Lech am Arlberg.

Zmorge Kaffee mit Gipfeli gönnten wir uns im Marché Glarnerland. Danach konnte es losgehen. Wir waren gespannt auf die Covid-19 Kontrollformalitäten am Grenzübergang und waren überrascht, dass solche gar nicht stattfanden. So fuhren wir direkt in die Gegend rund um Klösterle, wo wir nach einem Campingplatz Ausschau hielten. 

Wir mussten nicht lange suchen und wurden beim Alpencamping Klösterle sehr freundlich empfangen. Dies zuerst telefonisch. Wir wurden gebeten, das Anmeldeformular auszufüllen und zu hinterlegen, was bestens geklapp hat. 

Camping
Herzlich willkommen in der Anlage des Alpencamping Klösterle

Ein sehr grosszügiger Stellplatz wurde für uns telefonisch reserviert und für den Abend des gleichen Tages bereitgestellt. Nun hatten wir noch genügend Zeit, um gemütlich nach Lech zu fahren, um die freie Zeit in diesem schönen Ort zu geniessen. Der Weg führte uns über die alterwürdige Flexenpassstrasse hinauf auf das auf 1’800 Meter hoch gelegene Zürs, wo erfahrungsgemäss alle Hotels noch winterdicht waren.

Arlberg
Die Gallerien der Flexpenpassstrasse von Stuben aus gesehen

Der Bedarf für die heutige Strasse entstand nach Eröffnung der Arlbergbahn im Jahr 1884. Zuvor führten die am meisten benutzten Wege – unter anderem von der heutigen Gemeinde Lech über den Schrofenpass – nach dem nördlich gelegenen Oberstdorf.

Am 3. August 1895 wurde unter Baumeister Johann Bertolini mit dem Bau der Flexenstrasse begonnen.

Am 11. Oktober 1897 wurde das erste Teilstück der neuen Flexenstrasse bis zur Passhöhe feierlich eingeweiht. Anstelle des alten Saumwegs mit seinen vielen Kehren (Flexen) von Stuben westlich des Zürser Bachs durch einen ständig lawinengefährdeten steilen Südhang nach Zürs hinauf wurde eine Abzweigung von der Arlbergstrasse oberhalb von Stuben bei der Alpe Rauz gebaut und eine neue Trasse im Fels verlegt. Erste Schutzdächer entstanden, dazu ein Tunnel und eine Brücke über den Hölltobel. Die Strassenbreite betrug zunächst drei Meter. Im Jahr 1909 war die Strasse bis in das Tiroler Lechtal fertig (Quelle: Wikipedia).

Im Gegensatz zu Zürs herrschte in Lech reger Betrieb. Zahlreiche Touristen aus dem Inland und dem nahen und fernen Ausland hielten sich im blumengeschmückten Dorf auf. Der Tourismus Verein gibt sich grosse Mühe, und das Dorfbild hat sich in den letzten Jahrzehnten – solange kennen wir Lech schon – nicht wesentlich verändert, auch wenn die nachfolgende zeitgenössische Fotografie ein anderes Bild wiedergibt.

Lech
Lech im Sommer um das Jahr 1900 (Quelle: Wikipedia)

Lech (teilweise auch mit Zusatz Lech am Arlberg) ist eine Gemeinde mit 1’577 Einwohnern und liegt auf 1’444 Metern Höhe. Die Gründung geht auf die Walser zurück, welche im 14. Jahrhundert an dieser Stelle eine der bis heute bestehenden Walsersiedlungen errichteten.  Es hiess bis ins 19. Jahrhundert Tannberg, dann setzte sich der aus «Tannberg am Lech» entstandene Name Lech durch (Quelle: Wikipedia).

Die Landwirtschaft machte grossteils dem Wintertourismus Platz. Lech am Arlberg gilt als einer der weltweit bekannten, alpinen Skiorte. Wintersportler aus aller Welt treffen sich hier jedes Jahr. Daneben gewann auch der Tourismus in allen anderen Jahreszeiten an Bedeutung, was heute trotz Covid-19 Pandemie spühr- und sichtbar war.

Lech
Das schmucke Lech zeigte sich von seiner schönsten Seite

Nach einem Bummel durch das Dorf entschieden wir uns dafür, im Hotel Gasthof Post eine Erfrischungspause einzulegen. Das Hotel Gasthof Post zählt zu den wohl teuersten Hotels im gesamten Alpenraum. Hier trifft sich royaler Adel aus aller Welt. Auf der gemütlichen Terrasse war davon aber nichts zu spüren. Wohl liegen die Konsumationspreise über dem Lecher Durschnitt, aber als Schweizer ist man sich ein solches Niveau gewöhnt. Die reichhaltige Jausenplatte wie auch der Wurst-Käsesalat waren ausgezeichnet. Zu unserer Überraschung wurden wir freundlich konsequent auf die Corona 3G Regeln geprüft.

Lech
Als die Gäste noch per Postkutsche reisten
Hotel Gasthof Post
Es ist angerichtet

Danach war es an der Zeit aufzubrechen. Im Spar erledigten wir noch einen kleinen Einkauf und über die Flexenpassstrasse ging es nach Stuben, einem kleinen Wintersport Ort direkt an der Arlberg Passstrasse gelegen. Hier legten wir im Après Post Hotel noch einen kurzen Apéro Halt ein.

Auf dem Alpencamping Klösterle wurden wir persönlich und sehr freundlich begrüsst. Wir richteten uns auf dem grosszügigen Stellplatz ein und liessen den tollen Tag bei einem Barbeque ausklingen. Die Würste schmeckten ausgezeichnet. Zudem schmiedeten wir bereits Pläne für den kommenden Tag.

Alpencamping Klösterle
Wir sind eingerichtet
Alpencamping Klösterle
Den Cervelat bitte schön schwarz
Alpencamping Klösterle
Gute Nacht - welches sind die Pläne für morgen ?

PHOTO GALERIE
«LECH AM ARLBERG IST NICHT NUR IM WINTER EINEN BESUCH WERT»

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