Dank Corona haben wir den Canyonlands National Park für uns alleine

Aufgrund der immer strenger werdenden Corona bedingten Reiseeinschränkungen und der Tatsache, dass Inland- sowie Auslandflüge im Minutentakt ersatzlos gestrichen wurden, überlegten wir uns, ob wir unseren Auftenthalt im noch Corona freien Moab verlängern oder ob wir wie geplant nach Hause reisen sollten. Das wie geplant war aber schon nicht mehr möglich. Unser Swiss Flug von Chicago nach Zürich wurde bereits annulliert und eine Alternative wurde uns bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht angeboten. Es sollte noch so richtig Spannung aufkommen. Doch dazu später mehr.

Wir entschieden uns, das ganze Corona Theater für heute einmal weitestgehend zu vergessen und die geltenden Abstandsregeln im Canyonlands National Park einzuhalten. Das war absolut kein Problem, denn der ganze Nationalpark gehörte uns alleine. Da hat uns Covid-19 doch noch etwas Gutes gebracht. Anstatt der gefüllten Touristenbusse und unzähligen Monster V8 Pickups mit laufenden Motoren und röhrenden Auspuffanlagen traffen wir auf leere Strassen und verlassene Aussichtspunkte. Es war beinahe schon etwas gespenstisch, aber dennoch wunderschön. Das kontrastreiche Wetter und unglaubliche Wolkenformationen trugen das ihre zu dieser speziellen Stimmung bei.

Als erstes hielten wir wiederum beim uns bekannten Intestine Man Rock Art Panel (Link). Auf den Spuren von Indiana Jones suchten wir auf der gegenüberliegenden Strassenseite nach weiteren Rock Art Panels. Wir konnten uns sehr gut vorstellen, dass in dieser Gegend noch weitere Panels mit Petroglyphen (Gravierungen) und Pictogrammen (Felsmalereien) vorhanden sein müssen. Wir sollten recht behalten.

Sevenmile Canyon
Auf dem Weg zum Sevenmile Canyon
Sevenmile Canyon
Social Distancing im Sevenmile Canyon

Der Weg führte uns zum unmittelbar gegenüber der Strassenseite gelegenen Eingang in den Sevenmile Canyon (GPS Koordinaten: 38.647070, -109.724257). Wie das Foto oben rechts beweist, konnten wir die geltenden Corona Abstandsregeln problemlos einhalten. Wir mussten uns nicht lange gedulden, bis wir die ersten Rock Art Panels entdeckten. Die Gegend kann problemlos auf eigene Faust erkundet werden. Die von uns gefundendenen Rock Art Panels liegen allesamt auf Augenhöhe und sind zum Glück bis jetzt nicht Opfer von Vandalismus geworden.

Aufgrund der Uhrzeit und der aufziehenden dunklen Regenwolken machte eine Rückkehr zum Auto aber mehr Sinn. Wir entschlossen uns, auf jeden Fall zurückzukommen und weiter in den weiten Canyon hineinzuwandern. Nachfolgend einige Abbildungen unserer «Entdeckungen».

Sevenmile Canyon Rock Art Panels

Sevenmile Canyon Rock Art Panels

Sevenmile Canyon Rock Art Panels

Sevenmile Canyon Rock Art Panels

Weiter ging es auf dem Highway 313 in Richtung Island in the Sky Distrikt des Canyonlands National Parks. Wir waren die einzigen Besucher. Der Eintritt war kostenlos, das Visitor Center und die Ranger Eingangssation waren allesamt geschlossen. Auf der Strasse stehend konnte man sich endlos Zeit nehmen, um ein Panorama Foto zu schiessen oder ein friedlich grasendes Rind vor den Monitor und Merrimac Buttes zu beobachten.

Monitor und Merrimac Buttes
Corona freie Zone rund um die Monitor und Merrimac Buttes
Canyonlands-Pano
Auf dem ausgestorbenen Highway 313 unterwegs zum Island in the Sky Distrikt

Wir fuhren die einzelnen Aussichtspunkte ab und konnten die Wetterkapriolen am endlosen Horizont ungestört geniessen. Die Weite kam uns aufgrund der fehlenden Besucher noch viel eindrücklicher vor als zu normalen Zeiten. Wie schon öfters geschildert, ist es in der Hochsaison oftmals schwierig einen freien Parkplatz zu ergattern. Heute war das aber anders.

Photo Galerie
«Der dank Corona menschenleere Canyonlands National Park»

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