Über die Valley Road zum Needles District im Canyonlands National Park

Die Nacht in unserer Cabin der Goulding’s Lodge war sehr ruhig, und wir sind gut erholt aufgestanden und frühstückten in der Cabin. Gerne sei an dieser Stelle wiederholt, wie eindrücklich die Cabins liegen. Sie passen sich sehr gut an die Landschaft an. Nach dem Check out an der Rezeption der Goulding’s Lode fuhren wir auf direktem Weg zum The View Hotel, um einen Blick hinunter ins Monument Valley zu werfen.

Goulding's Lodge
Die Cabins der Goulding’s Lodge
Monument Valley
Blick hinunter ins Monument Valley

Was wäre ein Besuch des Monument Valley ohne die Befahrung der 27 Kilometer langen Valley Road oder auch Valley Drive genannt ? Der wäre auch schön, jedoch gewinnt  man auf den knappen 30 Kilometer durch das Tal einen ganz anderen und noch gewaltigeren Eindruck dieser Landschaft mit den zahlreichen Tafelbergen (Buttes). Entgegen unserem letzten winterlichen Besuch im Januar 2011 war dieses Mal die Strasse geöffnet. Die Fahrt ging durch Sand, Schnee und Schlamm. Im hinteren Teil, welcher um die Rain God Mesa führt, waren wir alleine. Das gab es auch noch nie.

Monument Valley Rundweg

Einen sehr guten Panorama Blick geniesst man beim John Ford’s Point Overlook. Zur Hauptreisezeit es ist unmöglich, hier ein Foto ohne Touristen zu schiessen. Dasselbe gilt für die anderen Aussichtspunkte. Einige wenige Verkaufsstände der Navjao waren offen und auch ein paar geführte Touren wurden zwischen dem The View Hotel und dem John Ford’s Point Overlook abgehalten.

John Ford's Point Overlook im Monument Valley
John Ford’s Point Overlook mit Three Sisters, Mitchel und Sentinel Mesa

Unser Aufenthalt neigte sich jetzt dem Ende zu, und wir machten uns auf in Richtung Norden mit Moab als Tagesziel. Wir fuhren auf dem Highway 163 und machten dann noch kurz einen Abstecher zum nahe gelegenen Mexican Hat Rock zu machen. Der Namen dieser Felsformation trifft es auf den Punkt. Schaut euch das Bild an, und dann ist alles klar. Die Zufahrtsstrasse ist nicht asphaltiert aber auch für Personenwagen geeignet. Aber unbedingt nach im Sand liegenden Glasscherben Ausschau halten. Es wäre doch schade, sich hier einen Plattfuss einzufangen.

Heute war irgendwie der Tag der bizarren Felsformationen. Bei der Abzweigung des Highway 211 nach links zum Needles Distrikt des Canyonlands National Parks ab dem Highway 191 weiter nördlich in Utah steht einsam und mächtig der Church Rock etwas verloren in der Landschaft. Er liegt unmittelbar an der Strasse und für Fotostopps wurde speziell eine kleine Ausfahrt angelegt. Wenn man in dieser Gegend ist, lohnt sich ein kurzer Halt auf jeden Fall.

Church Rock
Der Church Rock mit den tief verschneiten La Sal Mountains im Hintergrund

An dieser Stelle entschieden wir uns spontan für einen Abstecher über den Highway 211 zum Needles Distrikt (The Needles) des Canyonlands National Park. Wir hatten noch genügend Zeit, und die Gelegenheit den Needles Distrikt im Winterkleid zu besichtigen, wollten wir uns nicht nehmen lassen.

The Needles hat seinen Namen von rot und weiss gemaserten Felszacken, die die Gegend prägen. Daneben gibt es aber noch eine Vielzahl von weiteren Felsformationen wie Canyons, Dolinen, Spalten und Steinbögen. Anders als im Arches Nationalpark, wo viele dieser Bögen über kurze Fusswege oder sogar mit dem Auto zugänglich sind, liegen sie im Needles District im Hinterland und sind nur mit Geländewagen oder über lange Wanderungen zu erreichen. Die Gegend war früher die Heimat der Pueblo-Indianer, von denen viele Hinterlassenschaften erhalten sind. Viele der Werkzeuge und Kleinutensilien sind von Antiquitätenjägern entwendet worden, aber viele der Steinhäuser und Erdhütten sind gut erhalten. Die Angehörigen der Pueblo-Kultur haben außerdem Spuren in Form von Petroglyphen hinterlassen. Die bekanntesten sind auf dem sogenannten Newspaper Rock in der Nähe des Visitor Center am Eingang zu sehen (Quelle: Wikipedia).

Die Fahrt über eine Art winterliche Hochebene zum Visitor Center des Needles Distrikt war sehr eindrücklich. Der Lichteinfall am späten Nachmittag war ideal und die weisse Schneedecke sorgte für tolle Kontraste.

Canyonlands Needles District
Unterwegs zum Needles Visitor Centre kurz vor dem BLM Super Bowl Campground

Der BLM Super Bowl Campground verfügt über hübsch angelegte Stellplätze inmitten einer atemberaubenden Landschaft. Er eignet sich gut zum Übernachten während mehrtägigen Besuchen dieses Teils des Canyonland National Park. Er kann auch als Alternative zu dem heissbegehrten und chronisch voll belegten Squaw Flat Campground innerhalb des Parks gelten.

Das Visitor Center war bereits geschlossen und so fuhren wir direkt in den Park hinein und kundschafteten den Squaw Flat Campground für unseren geplanten Besuch im Herbst aus. Es blieb noch genügend Zeit für eine Fahrt durch und entlang toller Felsformationen zum Elephant Hill Trailhead. Die Sonne ging nun langsam aber sicher unter, und es wurde bitterkalt. Wir entschieden uns umzukehren und auf direktem Weg nach Moab zu fahren.

The Needles im Canyonlands National Park

Vor uns lagen 125 Kilometer Wegstrecke und eine Fahrzeit von ungefähr 90 Minuten. Wir sind gut zur späteren Stunde in Moab angekommen und entschieden uns, der erst kürzlich eröffneten Pizzeria Antica Forma einen Besuch zu erstatten. Wir wurden äusserst angenehm überrascht. Die Holzofen Pizza könnte in Italien nicht besser sein. Einzig die Dekoration könnte noch ein wenig Italienischer gestaltet werden. Aber wir waren ja wegen dem Essen hier.

Pizzeria Antica Forma in MoabPizzeria Antica Forma in MoabPizzeria Antica Forma in MoabPizzeria Antica Forma in Moab

 

Photo Galerie und Lightbox Show
«Panorama Blicke»

 

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