Unterwegs in Idaho und Montana

Am 12. August hiess es Abschied nehmen. Margot und ich fuhren weiter in Richtung Osten via Leavenworth, Spokane nach Billings.

Der Road Trip dauerte zwei Tage und führte über 1’340 Kilometer durch die Staaten Washington, Idaho und Montana durch grossteils touristisch nicht erschlossenes Gebiet. Der erste Wegabschnitt hatte mit Leavenworth ein bekanntes Zwischenziel. Einmal mehr durften wir die Fahrt durch eine tolle herbstliche Landschaft entlang des Wenatchee Rivers geniessen.

Leavenworth im Bundesstaat Washington
Wenatchee River kurz vor Leavenworth im Bundesstaat Washington

Den ersten Tag dieses Road Trips schlossen wir in Spokane ab. Dieses ist die Hauptstadt des gleichnamigen Countys und zugleich mit 216’000 Einwohner grösste Stadt im Osten Washingtons. Ihr Name basiert auf dem Indianerstamm der Spokan, welche die Gegend bis zur Ankunft der Europäer bevölkerten. Die Stadt wurde 1881 als Spokane Falls gegründet und erhielt erst 1891 ihren heutigen Namen. Wir übernachteten im Hampton Inn und besuchten nach einem guten Nachtessen im eisgekühlten Restaurant Anthony’s die Spokane Falls, welche mit ihren Staudämmen direkt in der Innenstadt liegen. Aufgabe der gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Anlagen ist die Stromgewinnung.

Spokane Falls im Bundesstaat Washington
Spokane Falls

Der indianische Name für die Spokane Falls war «Stluputqu». Das bedeutet «flinkes Wasser». An den Fällen lag einst ein grosses Dorf der Spokane. Die Fälle bestehen aus einem oberen und einem unteren Fall.

An nächsten Tag ging es auf der Interstate 90 ostwärts über Bozeman nach Billings im Bundesstaat Wyoming. Trotz des schönen Wetters war die Sonne kaum zu sehen. Der Dunst und die Rauchschwaden der umliegenden starken Waldbrände war für die Sonnenstrahlen beinahe undurchdringlich. Die Brände hinterliessen einmal mehr ein deutliches Zeichen.

Spokane
Wo ist der blaue Himmel ?

Den ersten Halt legten wir am schönen Coer d’Alene Lake und dem gleichnamigen Städtchen mit seinen etwas über 40’000 Einwohnern ein. Es ist die grösste Stadt des nördlichen Teils des Bundesstaates Idaho. Die Stadt und der See wurden beide angeblich durch französische Händler nach dem Indianerstamm Coeur d’Alene benannt. Die Gegend wurde ab 1807 durch David Thompson von der North West Company bereist und beschrieben. Sie war Zankapfel zwischen den USA und Grossbritannien. Der Oregon Treaty beendete 1846 den Streit, als Großbritannien auf alle Gebietsansprüche südlich des 49. Breitengrades verzichtete. General William T. Sherman befahl in den 1870ern, eine Festung im Gebiet anzulegen und gab ihr den Namen Fort Coeur d’Alene. Dieser Name wurde dann von der Siedlung übernommen, die sich um das Fort herum entwickelte (Quelle: Wikipedia).

Coer d'Alene Lake in Idaho
Coer d’Alene Lake im Bundesstaat Idaho

Der Rest der 870 Kilometer langen Tagesstrecke ist rasch erzählt. Die Interstate 90 führt nördlich des Yellowstone Nationalparks über Bozeman nach Billings. Die Landschaft ist nicht unbedingt spektakulär. Einzig eine Geisterstadt namens Garnet könnte unterwegs noch besichtigt werden. Diese liegt knapp 20 Kilometer nördlich der Interstate 90. Wir haben aufgrund der vor uns liegenden Strecke auf diesen Abzweiger  verzichtet. Die Ghost Town Garnet gilt als eine der sehenswertesten im Norden der USA.

Garnet Ghost Town
Garnet Ghost Town im Winter (Quelle: www.garnetghosttown.org)

Am frühen Abend haben wir unser Quartier in Billings erreicht. Die heutige Tagesstrecke hat die Schmerzgrenze schon etwas überschritten. Es war aber nicht anders möglich, hatten wir doch einen festen Besuchstermin in Colorado Springs abgemacht. Doch dazu später mehr.

Unser Hunger war dermassen gross, sodass wir im Jake’s Bar & Grill aus dem Vollen schöpften. Nach acht leckeren Mini-Hamburgern (leider kein Foto) gab es ein ganzes Rack feinster Spare Ribs und ein Honig-glasiertes Stück Lachs. Das hat so was von gut geschmeckt.

Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch den lokalen Cabela’s Store mit einer ziemlich nervigen und aufsässigen Verkäuferin und einen Target Supermarkt, wo wir eine kompakte Camping Luftmatraze und ein 4 Plätzer Coleman Zelt kauften. Beides kam in der letzten Ferien Woche erfolgreich zum Einsatz. Auch dazu später mehr. Wir freuten uns jetzt schon auf den nächsten Tag, an welchem wir wieder so einiges erleben sollten.

 

 

 

 

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