Vom Bryce Canyon National Park zum Monument Valley Tribal Park

Und weiter ging es nach einem Frühstück im Bistro des Ruby’s Inn zum heutigen Tagesziel, dem Monument Valley Tribal Park, wo im The View Hotel ein schönes «Star View Zimmer» auf uns wartete. Ein tolles unter Leitung der Navajos geführtes Hotel mit Restaurant, Campingplatz und Cabins wunderschön gelegen, jedoch absolut überteuert. Trotz den horrenden Preisen scheint es weiterhin bestens belegt zu sein. Wir gönnten uns eine Übernachtung, welche wir schon weit im Voraus über das Internet buchen mussten. Eine gute Alternative dazu ist die Goulding’s Lodge, wo schon Film Grössen wie John Wayne und John Ford übernachteten.

Erst jetzt wurde uns so richtig klar, dass in den USA heute am 4. Juli, der «Independence Day», gefeiert wurde. Es war noch mehr beflaggt als sonst üblich. Wir waren gespannt, wie im Indianer Reservat damit umgegangen werden sollte.

Einfach abreisen, ohne den Sunrise Point im Bryce Canyon nochmals besucht zu haben ? Nein, das geht nicht. Den Sonnenaufgang haben wir bewusst verpasst. Das war uns dann doch zu früh. Aber auch gegen 9.00 Uhr herrschten noch ideale Lichtverhältnisse für tolle Aufnahmen.

PHOTO GALERIE «SONNENAUFGANG IM BRYCE CANYON»

So, nun mussten wir aufbrechen. Schliesslich lagen noch 349 Kilometer und 5 Stunden Fahrzeit vor uns.

Bryce Canyon zum Monument Valley

Wir fragten uns, welche Route wir nehmen sollten und entschieden uns, für die Cottonwood Canyon Road, welche auf Schotterstrasse von Cannonville nach Big Water führt. Wir hatten schon viel davon gehört und nun war es Zeit, diese wunderschöne Route abzufahren. Es wird empfohlen, zuerst das Visitor Center in Cannonville zu besuchen und zu fragen, in welchem Zustand sich die Strasse befindet. Wir waren uns sicher, dass der Zustand gut war, hatte es doch nicht geregnet. Aber sicher ist sicher, und so hofften wir, dass das Visitor Center trotz Feiertag geöffnet hatte. Das war der Fall, und die Park-Rangerin versicherte uns, dass die Cottonwood Canyon Road mit einem 4×4 Fahrzeug ohne grosse Probleme zu befahren sei. Bei Regen ändert sich dies schlagartig. Sand verwandelt sich im Schlamm und Lehm. Auch vor Flash Floods wird gewarnt. Aber eben, heute alles in bestem Zustand. Wohnmobile haben hier nichts verloren und Personenwagen ohne Vierradantrieb und Bodenfreiheit eigentlich auch nicht.

Kurz vor dem Einstieg in die Cottonwood Canyon Road kann noch der Kodachrome State Park besichtigt werden. Wir hatten diesen auf unserer Tour im Jahr 2009 besucht und deshalb heute darauf verzichtet. Nur soviel: Er wird seinem Namen absolut gerecht. Wer Freude an Farbenspielen der Natur hat, ist hier bestens aufgehoben.

Abzweigung
Unser Weg führte direkt zur Cottonwood Canyon Road und dem Grosvenor Arch. Ab hier ist die Strasse nicht mehr asphaltiert

Die Länge der Cottonwood Canyon Road beträgt knapp 80 Kilometer. Die abenteuerliche und durchgängig nicht asphaltierte Strasse schlängelt sich durch das Grand Staircase National Monument. Sie verbindet die Highways 89 im Süden mit dem Highway 12 im Norden. Entlang der Strasse liegen einige Trailheads kleinerer Wanderungen. Die Cottonwood Canyon Road war nicht stark befahren. Wir kreuzten ein paar wenige Fahrzeuge. Es war extrem heiss mit Temperaturen von einmal mehr als über 40 Grad Celsius.

Etwas über 20 Kilometer südlich von Cannonville trifft man auf den mächtigen Grosvenor Arch. Er besteht aus einem grossen und kleineren Arch und wurde nach dem Britischen «Entdecker» Grosvenor benannt. Er liegt direkt an der Cottonwood Canyon Road und ist nicht zu verfehlen und über einen kurzen, asphaltierten Weg erreichbar. Ein Halt ist ein absolutes Muss. Ein doppelter Arch in dieser Grösse ist wohl selten so gut zu erreichen. Auch sehr interessant ist die gelbe Farbtönung, welche ganz im Gegensatz zu den roten Sandstein Arches in Utah steht. Es ergaben sich tolle Kontraste zum stahlblauen Himmel und wir knipsten unzählige Fotos.

PHOTO GALERIE «GROSVENOR ARCH»

Man begibt sich nun hinein in eine märchenhafte Landschaft, geprägt durch schrille Felsformationen und tollen, unglaublichen Farbverläufen, und man ist nicht überrascht, dass der Paria Canyon und The Wave weitere Höhepunkte dieser unfassbar schönen Gegend sind. Gegen Ende der Cottonwood Canyon Road öffnet sich der Canyon und die Landschaft ändert sich schlagartig. Nun hat man das Gefühl, den Mond betreten zu haben. Eine Art Einöde öffnet sich und die Phantasie hat hier wohl bei der Landschaftsgestaltung keine grosse Rolle gespielt. Der Kontrast zum Cottonwood Canyon ist sehr interessant und eindrücklich.

PHOTO GALERIE «COTTONWOOD CANYON ROAD»

Kurz vor Big Water bogen wir in die US 89 ein und fuhren weiter auf der asphaltierten Strasse in Richtung Lake Powell, wo wir beim Lone Rock Beach Campground kurz anhielten und an den Strand fuhren. Unser Navigationsgerät führte uns ins Wasser. Ein Beweis dafür, dass der Wasserstand des Lake Powell ständig abnimmt. Wir hielten selbstverständlich frühzeitig.

Navi
Ein Abstecher in den Lake Powell gefällig ?

Dort war bereits mächtig Betrieb, und zahlreiche 4th July Parties waren in vollem Gang. Es war extrem heiss, und der Sand glühte unter unseren Füssen. Um den Lone Rock herrschte auch im Wasser reges Treiben.

Lake-Powell-und-Lone-Rock
Lake Powell mit Lone Rock im Hintergrund
Lone-Rock
Lone Rock

Der letzte Abschnitt unserer heutigen Reise führte nun über Kayenta zum Monument Valley Tribal Park. Unterwegs gab es noch ein paar Fotostops mit einigen fotografischen Höhepunkten, wie zum Beispiel dieser Felsen, welcher sich noch die letzten Sonnenstrahlen ergatterte.

Anfahrt-Monument-Valley
Nördlich von Kayenta entlang des Highways 163

Am frühen Abend kamen wir gut aber auch erschöpft im The View Hotel im Monument Valley an. Wir bezogen unser schönes «Star View» Zimmer und liessen uns im Hotel-eigenen Restaurant verwöhnen. Selbstverständlich bestellten wir auch eine Portion Fry Bread, auf welches wir uns den ganzen Tag hindurch schon gefreut hatten. Vom Independence Day war wie erwartet nichts zu merken. Wen kümmert das hier schon ?

Was wäre ein Besuch des Monument Valley ohne eine ausgiebige Fotosession des Sonnenuntergangs ? Wir hatten Glück, und die Farben waren toll und die Wolken bildeten einen grandiosen Kontrast.

PHOTO GALERIE «SONNENUNTERGANG IM MONUMENT VALLEY»

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