Park City und Uinta Mountains

Wir haben die Schweiz am Montag, dem 11. Juni verlassen und sind problemlos am gleichen Tag kurz nach Mittag in Salt Lake City angekommen. Der Weg führte uns direkt nach American Fork zum lokalen Jeep Händler Doug Smith. Dort übernahmen wir unseren Jeep Grand Cherokee Trailhawk. Diesen Moment hatten wir mit Spannung erwartet, und wir wurden nicht enttäuscht. Das Fahrzeug war in absolutem Top Zustand, und nach einer kurzen und effizienten Fahrzeugübergabe fuhren wir zum Hotel Double Tree, welches in der Nähe des Flughafens liegt. Wir wählten dieses Flughafenhotel, da wir am übernächsten Tag die Ankunft von Fabienne und Elliott erwarteten. Wir machten keine grossen Sprünge mehr und entschieden uns, im Hotel zu bleiben.

Am nächsten Tag wollten wir bei schönstem Wetter die Bergwelt rund um Salt Lake City erkunden. Wir hatten schon viel darüber gehört und wollten einige der Höhepunkte nun auch selbst kennen lernen.

Double-Tree-SLC-Frontansicht
Double Tree Haupteingang
Double-Tree-SLC-Zimmer
Unser schönes Zimmer

Bevor wir uns auf den Weg machten, fragten wir an der Reception nach den Amazon Paketen, die im Auftrag von Fabienne an unsere Hotel-Adresse geliefert wurden. Wir nahmen Kinderbett und Zubehör in Empfang und hinterlegten diese im Hotelzimmer. Danach ging es los. Erstes Ziel war Park City, ein grosser und bekannter Skiort im Osten von Salt Lake City gelegen. Wir mieden die grossen Verbindungswege und entschieden uns für die Interstate 190 bis zu den Solitude und Brighton Skiresorts, von wo aus wir über die engere und kurvenreichere 224er und die Guardsman Pass Road nach Park City fuhren. Unterwegs eröffneten sich uns tolle Aus- und Weitblicke. Wir waren überrascht, welch grossen Umfang die Skigebiete mit ihren Anlagen umfassten. Die meisten Anlagen scheinen etwas alt zu sein, und moderne Liftanlagen sind eher selten anzutreffen. Die Strecke ist im Herbst aufgrund der Farbenpracht der sich verfärbenden Birkenwälder sich noch eindrücklicher. Die Wintersperre der Guardsman Pass Road dürfte jedoch schon früh im Herbst in Kraft treten.

Unterwegs-auf-der-190er
Auf der 190er unterwegs in Richtung Solitude und Brighton Skiresorts
Moderne-Anlage-im-Solitude-Ski-Resort
Eine moderne Bahn im Solitude Skiresort
Blick-vom-Guardsman-Pass
Unterwegs nach Park City entlang der Guardsman Pass Road

Nach diesem tollen ersten Streckenabschnitt sind wir in Park City angekommen. Wir wussten nicht recht, was uns erwartet und waren sehr positiv überrascht. Es hat Charme, ist sauber und überall ist erkennbar, dass der Wintersport hier auf einer Höhe von über 2’100 Meter über Meer eine wichtige Rolle spielt. Über Park City weiss Wikipedia folgendes zu berichten:

Park City ist eine Stadt in Utah, USA und Teil des Wasatch Back auf der Ostseite der Wasatchkette. Im Jahr 2000 hatte sie 7.371 Einwohner, die Fläche beträgt 24,4 km². Die Stadt wuchs während der 1980er und 1990er Jahre explosiv und liegt unmittelbar im Norden und Osten dreier großer Wintersportgebiete: Park City Resort, Deer Valley und The Canyons. Obwohl es weniger Schnee gibt als in Salt Lake City, weil sie auf der Leeseite der Wasatchkette liegen, sind die Skigebiete leichter zu erreichen. Wintersport ist die Haupteinnahmequelle der vom Tourismus lebenden Stadt. Im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City fanden die Snowboard-Wettbewerbe sowie die Slalom- und Riesenslalomläufe in den Skigebieten Park Citys statt. Park City wurde 1870 als Bergbaustadt gegründet, nachdem Blei, Gold und Silber in dem Gebiet entdeckt worden waren. Die Bevölkerung nahm so stark zu, dass viele dachten, es würde Salt Lake City bald als wichtigste Stadt in Utah übertreffen. Aber die Minen erreichten den Grundwasserspiegel und wurden überflutet. Park City wurde fast zu einer Geisterstadt, aber in den 1950ern kam der Wintersport in die Stadt. Trotzdem erholte sich die Stadt erst wieder in den 1970ern von der wirtschaftlichen Flaute (Quelle: Wikipedia).

Wir verpflegten uns lecker im The Bridge Cafe & Grill, welches direkt an der Talstation der Town Lift Skianlage steht. Leider wurde der alte Stadtkern nicht autofrei gestaltet. Aber wir sind hier in den USA, wo das Auto leider noch einen ganz anderen Stellenwert hat als bei uns in Europa. Wer läuft denn hier schon gerne von einem zentralen Parkplatz ins Zentrum ?

Nachfolgend paar Eindrücke aus Park City:

Durch Anklicken öffnet sich die Grossbildanschau

Weiter ging es nun via dem Jordanelle State Park in die Uinta Mountains. Den Jordanelle State Park haben wir nur von der Ferne aus gesehen. Es handelt sich dabei um einen kleineren Stausee, welcher von der lokalen Bevölkerung vor allem für allerei Wassersport und Fischen genutzt wird. Gebaut wurde er im Jahre 1993 indem der Provo River gestaut wird. Das gestaute Wasser wird nicht für die Gewinnung von Energie genutzt sondern es dient als Reservoir, welches die umliegenden Bewohner mit Drinkwasser versorgt sowie die Landwirtschaft dank Wasser für die Bewässerung sicherstellt.

Wie schon in Salt Lake City und der nähern Umgebung ist uns auch hier aufgefallen, wie viele Neubauten am Entstehen sind. Das ganze Gebiet rund um die Mormonen Stadt scheint regelrecht zu boomen.

Entlang der Interstate 150 und des Provo Rivers fuhren wir durch den wunderschönen Wasatch National Forest über den Bald Mountain Pass zum toll gelegenen Mirror Lake. Der Bald Mountain Pass liegt auf über 3’000 Meter über Meer. Selbstverständlich erklimmt man diese Höhe nicht zu Fuss sondern mit dem Auto, wobei in Anbetracht der grossen Höhe und der Schneemassen jeweils eine Wintersperre besteht. Der mächtige Bald Mountain wirkt mit seiner Höhe von 3’640 Meter über Meer sehr mächtig. Er kann zu Fuss bestiegen werden.

Der Provo River gilt als Paradies unter den Fliegenfischern. Hier einmal fischen steht hoch hoben auf der Liste. Auch der Mirror Lake lädt zum Fischen ein. Am Ufer gehen zahlreiche Besucher ihrem Hobby nach. Beinahe zu viele Leute, wie ich meine. Aber die gute Erreichbarkeit macht es möglich, dass diese tolle Gegend als Naherholungsgebiet betrachtet werden muss. Solange alles Besucher ihre Verantwortung gegenüber der Natur wahrnehmen, geht das ja in Ordnung. Allerdings habe ich da meine Zweifel. Nachfolgend ein paar Eindrücke dieses grandiosen Streckenabschnittes:

High Uintas Wilderness Area

Bald Mountain Pass Region

Mirror Lake

Durch Anklicken öffnet sich die Grossbildanschau

Voller grandioser Eindrücke fuhren wir wieder retour nach Salt Lake City. Ein toller erster Tag ging zu Ende.

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