Eiger, Mönch und Jungfrau

Am Wochenende des 12. und 13. Augusts machten wir uns zusammen mit Walfried und Michelle auf den Weg ins wunderbare Berner Oberland. Zuhause sind wir bei Regen abgefahren, doch das Wetter besserte sich deutlich. Bereits in der Region des Brünigpass es wichen die dunklen Regenwolken und eitler Sonnenschein setzte ein. Die kühlen Temperaturen sowie die Niederschläge in den Tagen zuvor bescherten den Regionen über 2’000 Meter über Meer eine Prise Sommerschnee. Kurz vor der Passhöhe öffnet sich ein toller Blick hinunter zum Lungernersee.

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Lungernersee

Beim Hotel Restaurant Brünig Kulm machten wir einen kurzen Einkehrschwung. Von der Terrasse aus genossen wir den Blick in die Bergwelt.

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Es hat geschneit !

Nach einer feinen Tasse Kaffee fuhren wir auf direktem Weg nach Iseltwald. Das malerische Dörfchen liegt direkt am Brienzersee. Über diesen Ort weiss Wikipedia das Folgende zu berichten:

«1146 wird das Dorf als Iseltwalt erstmals erwähnt. Nach einem Streit mit Interlaken um den wichtigen Forst gingen 1303 alle Rechte von Iseltwald an Interlaken. 1342 wurde Iseltwald von den Unterwaldnern verwüstet. Mit der Säkularisation des Klosters 1528 kam das Dorf an Bern und zur Landvogtei Interlaken. neben Fischerei, Obstbau, Vieh- und Alpwirtschaft bot 1680 eine Glashütte zusätzlich Arbeit. Diese erlosch aber schon wieder um 1715.

1871 begann der Tourismus mit dem Aufkommen der Brienzerseeschiffahrt. Hotels und Gastgewerbe entstanden. Heute halten sich vor allem Tagestouristen in Iseltwald auf.»

Am Schiffssteg entschieden wir uns spontan, die weit bekannten Giessbachfälle sowie das Grandhotel Giessbach zu besichtigen.

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Nachfolgend ein Auszug aus Wikipedia: «Der Giessbach ist ein Schweizer Gebirgsbach im Berner Oberland, der im Kanton Bern nahe der Brienzerer Alpweide Axalp von Süden in den Nordostteil des Brienzersees mündet. Sein Quellgebiet sind die Hochtäler und Becken des Sägistal-Faulhorngebiets. Der Bach stürzt über die imposanten Giessbachfälle, die sich in Wasserkaskaden mit 14 Stufen über 500 m Höhenunterschied hinunterstürzen, kollektiv auch Giessbachfall genannt. An einer Stelle führt unter dem Wasserfall hindurch ein Fussweg über eine Brücke, den man in der Wassergischt begehen kann.

Der Brienzer Pfarrer Daniel Wyss und der Brienzer Schulleiter Johannes Kehrli erleichterten im 19. Jahrhundert den Gästen des aufkommenden Fremdenverkehrs den Besuch des berühmten Falls. Kehrli erstellte einen Weg vom Seeufer bis zum zweituntersten Fall und stellte eine Sitzbank auf, während Wyss den Zugang zu den oberen Fällen erschloss und in poetischer Weise den vierzehn Wasserfällen Namen verdienter bernischer Helden gab. Von 1856 bis 1870 war Eduard Schmidlin Verwalter im Giessbach. In dieser Zeit legte er die Parkanlagen an und wurde erster Direktor eines im Jahre 1858 erstellten Pensionshauses.

Am Fuss des Wasserfalls liegt das historische Grandhotel Giessbach, welches durch die Giessbachbahn, eine der ältesten Standseilbahnen Europas, mit der Schiffsstation «Giessbach See» der BLS Schifffahrt Berner Oberland verbunden ist. Es wurde 1873 bis 1875 durch die französische Hotelierfamilie Hauser erbaut. Karl Hauser beauftragte den namhaftesten Hotelbauer jener Zeit, Horace Edouard Davinet, mit der Planung eines Neubaues.

1979 schloss das Hotel nach jahrelangem Niedergang seine Pforten. Die ganze ursprüngliche Anlage sollte abgerissen und durch ein modernes Betongebäude im Stil eines „Jumbo-Chalets“ ersetzt werden. 1983 gelang es dem Schweizer Umweltschützer Franz Weber, mit Hilfe seiner Vereinigung Helvetia Nostra und der von ihm gegründeten Stiftung Giessbach dem Schweizervolk, die Liegenschaft und das 22 Hektar grosse Grundstück zu erwerben und unter Denkmalschutz zu stellen. In den Folgejahren wurde das Hotel etappenweise restauriert.»

Bilder in Bearbeitung …….

Auf der schönen Sonnenterrasse des Grandhotels Giessbach stillten wir unseren Hunger und bestaunten einen der total 14 Wasserfälle, bevor wir uns wieder auf den Weg hinunter zum ankommen Schiff begaben. Dieses brachte uns wohlbehalten nach Iseltwald zurück.

Wir waren nun schon etwas müde und der nächste Halt hiess Wilderswil, wo wir im Hotel Jungfrau unsere Zimmer bezogen. Das eine Doppelzimmer wurde noch ohne Mehrkosten auf das noch freie Familienzimmer hochgestuft. Wir buchten auch gleich einen Tisch für das Nachtessen.

Zuvor statteten wir dem rege besuchten Interlaken noch einen Besuch ab. Ein spontaner Besuch in einem der zahlreichen Kaffees bescherte mir noch ein frühzeitiges Dessert, ein Klassiker aus der Region.

Im Hotel konnten wir den leckeren Cordon Bleus mit frischen und knusprigen Pommes-Frites nicht widerstehen ……. wieso denn auch ?

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Leckeres Cordon Bleu mit Pommes Frites und etwas Gesundem als kleine Beilage

Am nächsten Morgen herrschte wiederum herrliches Bergwetter und einem Besuch der Kleinen Scheidegg stand nichts im Wege. Als Vorgeschmack zum nachfolgenden Film hier ein Auszug aus Wikipedia:

«Die Kleine Scheidegg ist die Passhöhe (2061 M.ü.M.) zwischen Eiger (3967 M.ü.M.) und Lauberhorn (2472 M.ü.M.) im Berner Oberland in der Schweiz, die Grindelwald mit Lauterbrunnen verbindet. Auf der Kleinen Scheidegg befinden sich Hotels, Skilifte und der Bahnhof der beiden Zahnradbahnen Wengernalpbahn und Jungfraubahn.

Die Wengernalpbahn führt von Lauterbrunnen und Wengen über die Kleine Scheidegg nach Grindelwald, die Jungfraubahn fährt durch Eiger und Mönch hinauf zum Jungfraujoch. Erstere wurde im Jahr 1893 fertiggestellt. Im Sommer 1896 wurde mit dem Bau der Jungfraubahn begonnen. Zwei Jahre später konnte der Abschnitt bis zum Bahnhof Eigergletscher in Betrieb genommen werden. Erst 1912 konnte die ganze, neun Kilometer lange Strecke bis zum Jungfraujoch in Betrieb genommen werden. Der Tourismus hatte sich aber schon vor dem Bau der Bahnen entwickelt: Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts besuchten Reisende auf Grand Tour das Berner Oberland und wanderten über die Kleine Scheidegg. Ein erstes Hotel für die vorbeikommenden Touristen wurde 1840 erbaut. Mitte der 1920er Jahre waren die Hotels erstmals auch den Winter über geöffnet. 1941 wurde der Skilift aufs Lauberhorn erbaut.

Die Kleine Scheidegg ist bekannt für das eindrückliche Panorama mit dem Dreigestirn EigerMönch (4107 M.ü.M.) und Jungfrau (4158 M.ü.M.) und zahlreichen Gletschern. Zudem bietet sich hier eine gute Einsicht in die Eiger-Nordwand, um Bergsteiger in der Wand mit dem Fernglas zu verfolgen.

Im Winter ist die Kleine Scheidegg – zusammen mit dem Männlichen – Mittelpunkt eines ausgedehnten Skigebiets rund um Grindelwald und Wengen. Am oberhalb der Scheidegg gelegenen Lauberhorn befindet sich der Start des bekannten Lauberhornrennens.»

Das nachfolgende Video dauert etwas mehr als 2 Minuten. Viel Spass beim Anschauen !

Nach ein paar tollen Stunden in den Berner Alpen liessen wir den Nachmittag in Grindelwald ausklingen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Es war ein tolles und erlebnisreiches Wochenende.

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