Milford Sound

Es hatte die ganze Nacht hindurch geregnet, und auch am Tag danach war das Wetter nicht besser. Es machte uns aber eigentlich nicht viel aus, denn Regen und Nebelschwaden gehören nun mal einfach hierher. Schliesslich liegt der Milford Sound in einer der regenreichsten Gegenden der Erde.

So machten wir uns von der Lodge auf den Weg zum nahe gelegenen Hafen, von wo aus wir «in See» stachen. Die Tagestouristen waren noch nicht eingetroffen, sodass sich der Besucherandrang am frühen Vormittag in Grenzen hielt.

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Leinen los !

In Wikipedia ist folgendes über den Milford Sound zu lesen:

«Der Milford Sound ist ein Fjord auf der Südinsel Neuseelands. Der 15 Kilometer lange Fjord ist die wichtigste Touristenattraktion des Fiordland-Nationalparks im Südwesten der Insel und gehört somit auch zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Milford Sound wurde nach dem walisischen Ort Milford Haven benannt. In der Sprache der Māori heißt er Piopiotahi.

Der Fjord entstand durch die Gletscherbewegungen der Eiszeiten. Der Milford Sound erstreckt sich 15 Kilometer von der Tasmansee ins Land und wird von bis zu 1200 Meter hohen Felswänden umgeben. Die höchste Erhebung ist der Mitre Peak (Bischofshut) mit 1692 Metern.

Durch Steigungsregen an den direkt anschließenden neuseeländischen Alpen gehört der Milford Sound zu den regenreichsten Gebieten der Erde. Jährlich fallen hier bis zu 8000 mm Niederschlag.

An den Hängen wächst ein gemässigter Regenwald. Jeder Regenfall schafft Dutzende vorübergehende Wasserfälle an den umgebenden Steilhängen, von denen einige eine Länge von 1000 Metern erreichen. Jedoch kann das Regenwasser das Abrutschen von Teilen des Regenwalds verursachen. Im Wasser leben Robben, Pinguine und Delfine.

Das Wasser des Fjordes bildet zwei Schichten. Das schwerere salzhaltige Meerwasser wird von einer Schicht Süsswasser überdeckt. Diese enthält viele durch den starken Regen aus dem Boden gelösten Gerbstoffe. Dadurch herrschen im darunter liegenden Salzwasser Lichtverhältnisse die es sonst nur in weit größeren Tiefen gibt. So lassen sich im Milford Sound Flora und Fauna der Tiefsee beobachten».

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Gute Laune trotz des typischen Wetters

Dank der starken Niederschläge von heute und der letzten Tage hatten die zahlreichen Wasserfälle Höchststände. Wir bestaunten die teilweise über 1000 Meter in die Tiefe donnernden Wassermassen aus der Nähe. Selbstverständlich wurden wir dabei ziemlich nass. Das gehört dazu und muss erlebt werden.

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Je näher wir uns der Tasman See näherten, desto rauher wurde der Seegang. Das Boot kämpfte gegen die höher werdenden Wellen. Es machte Spass.

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Fahrt in Richtung offene See

Nass bis auf die Haut sind wir nach etwas über drei Stunden wieder im Hafen eingelaufen. Im Auto drehten wir die Heizung auf, und versuchten, wieder einigermassen trocken zu werden. Nach dem tollen Erlebnis im Milford Sound machten wir uns wieder auf den Retourweg nach Queenstown, wo wir am Abend gut aber müde angekommen sind.

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