Valley of Fire State Park

Nach einem feinen und gesunden Rührei mit Spargel Frühstück übernahmen wir bei AVIS unser Mietauto und stellten fest, dass wir einen gratis Tripple Upgrade auf einen Chevrolet Tahoe erhalten hatten. Das Fahrzeug war selbstverständlich überdimensioniert, aber wir zögerten nicht und nahmen es sofort in Betrieb. So verliessen wir Las Vegas und fuhren auf direktem Weg zum Valley of Fire State Park.

Dieser liegt ungefähr 90 Kilometer (55 Meilen) nordöstlich von Las Vegas und ist über die Interstate I-15 gut erreichbar. Als Fahrzeit sollten eine bis eineinhalb Stunden eingerechnet werden.

Der Valley of Fire State Park ist der älteste und größte State Park Nevadas und wurde 1935 eröffnet. Der 141 km² grosse State Park liegt auf einer Höhe von 610 bis 790 m. Er grenzt im Westen an das Lake Mead National Recreation Area an der Mündung des Virgin River in den Lake Mead. Das Valley of Fire leitet seinen Namen von den roten Sandsteinformationen ab, die sich vor 150 Millionen Jahren aus grossen Wanderdünen formten. Komplexes Heben und Senken der gesamten Region, gefolgt von extensiver Erosion haben die gegenwärtige Landschaft geschaffen. Weitere bedeutende Felsformationen bestehen aus Kalkstein, Schiefergestein und Konglomeratgestein.

Die Winter sind mild, mit Temperaturen, die von Frost bis 25 °C reichen können. Tagestemperaturen im Sommer können bis zu 47 °C liegen.[1] Zwischen den Tages- und Nachttemperaturen im Sommer kommt es zu großen Temperaturschwankungen.Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt bei 100 mm und kommt durch leichte Schauer im Winter und Gewitter im Sommer zustande. Empfehlenswert sind deshalb Besuche im Frühjahr und Herbst.

Die Pflanzenwelt dieses Gebietes wird vorrangig von Büschen und Sträuchern bestimmt. Dazu kommen verschiedene Kakteenarten. An Blumen kommen u. a. Ringelblumen und Eibisch vor.Verschiedene Vögel sind im Tal heimisch, darunter Raben, Finken und Kuckuck. Die meisten Wüstentiere sind nachtaktiv. Im Valley of Fire sind das zum Beispiel Kojoten, Füchse, Skunks, Kaninchen undEichhörnchen. Eine sehr seltene Art ist die Kalifornische Gopherschildkröte, die deshalb auch unter gesetzlichem Schutz steht.

Prähistorische Nutzer des Tales waren die Basketmaker-Indianer und später die Anasazi-Indianer aus dem nahe gelegenen fruchtbaren Moapa Valley. Die Dauer der Besiedlung wird von 300 v. Chr. bis 1150 angegeben. Gründe für die Besuche im Tal waren vermutlich Jagd, Nahrungssuche und religiöse Zeremonien. Felszeichnungen der Anasazi können noch heute im Valley of Fire im Visitor Center besichtigt werden. An einem besonderen Felsen, dem Atlatl Rock kann man die Petroglyphen über eine Treppe erreichen.

Für den Film Star Trek: Treffen der Generationen wurden einige Szenen im Valley of Fire gedreht.

Wir verbrachten den ganzen Tag im Park und begannen mit dem Besuch im äusserst informativen Visitor Centre. Im Anschluss daran fuhren wir zu den Cabins. Diese wurden in den 1930 Jahren im Rahmen des «Civilian Conservation Corps» aus lokalen Materialen erbaut. Die beiden Cabins dienten durchreisenden Passagieren als Schutz.

 

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The Cabins

Wir wollten nicht viel Zeit verlieren, denn die Hitze stieg ziemlich schnell. Unser nächster Halt war der Aussichtspunkt hinunter in den Fire Canyon. Der Name bringt es ziemlich gut zum Ausdruck. Gelbe, rote, orange und rote Farben gehen ineinander über der Besucher gewinnt den Eindruck, als würde der Canyon in Flammen stehen.

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Fire Canyon

Als nächstes stand ein absoluter Höhepunkt der diesjährigen Ferien auf dem Programm: Eine Wanderung zur Fire Wave. Diese einzigartigen Gesteinsformationen mit ihren geschwungenen Farbspielen zwischen rosaroten, rötlichen und gelblichen Gesteinsformationen sind atemberaubend und gelten als echte Alternative zur The Wave und Coyote Buttes Area im Vermillion Cliffs National Monument. Dort ist im Vergleich um Valley of Fire eine Permit erforderlich, die nur in streng limitierter Anzahl vergeben wird.

Wir hatten grosses Glück und konnten die Fire Wave alleine besuchen und fotografieren. Es war wohl vielen anderen Besuchern einfach zu heiss. Die Gegend der Fire Waves erreicht man über einen gut angelegten Wanderweg in rund 30 Minuten. Das nachfolgende Bild vermittelt die überwältigenden Eindrücke nur ansatzweise.

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Fire Wave

Noch ganz unter dem Eindruck der Fire Wave stehend nahmen wir unser nächstes Tagesziel in Angriff: Die White Domes Area. Dies ist ein Gebiet innerhalb des State Parks mit unzähligen kunstvollen Sandsteinformationen, welche die Besucher mit ihren kontrastreichen Farben in den Bann ziehen. Empfehlenswert ist der kurze Rund-Wanderweg der über eine Distanz von ungefähr 1.6 Kilometer (1 Meile) durch dieses mystische Gebiet führt. Als einer der Höhepunkte gilt sicher ein kleiner Slot Canyon.

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The White Domes Area

Gegen Abend hin machten wir Halt beim Atlatl Rock. Dort kann der interessierte Besucher in ihrer Art äusserst sehenswerte Petroglyphen der amerikanischen Ur-Indianer besichtigen. Der Name Atlatl steht für eine Art Waffe in Form eines Stockes mit welchem einfache Speerspitzen geschleudert werden konnten. Der Atlatl gilt als Vorgänger vom Pfeil und Bogen. Über eine gut angelegte Metalltreppe gelangt man auf eine kleine Plattform, von welcher aus die gut erhaltenen und (noch) nicht von Vandalen beschädigten Zeitzeugen bestaunt werden können.

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Atlatl Rock

In unmittelbarer Nähe des Atlatl Rock befindet sich ein Campground, welcher über 43 Plätze verfügt. Wir hatten dort mit unserem RV und den Kindern im Jahre 1999 übernachtet.

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